Forschungsergebnis der Uni Lübeck besagt, dass das Langzeitgedächtnis in den Tiefschlafphasen gefüttert wird

Prof. Dr. rer. nat. Jan Born von der Uni Lübeck erhielt am 15. März 2010 den Leibnitz Preis für seinen Nachweis, dass die Tiefschlafphasen das Langzeitgedächtnis füttern.

Der renommierteste deutsche Forschungsförderpreis und auch weltweit eine der angesehensten wissenschaftlichen Auszeichnungen wurde ihm von der Deutschen Forschungsgemeinschaft für seine richtungsweisenden Arbeiten auf dem Gebiet der Schlafforschung zuerkannt.

Es ist doch etwas dran: Lernen im Schlaf
Prof. Dr. Jan Born untersucht vor allem, wie im Schlaf Gedächtnis gebildet wird. Dabei konnte er zeigen, dass im Schlaf nicht nur Gedächtnis gefestigt wird, sondern auch kognitive Prozesse wie Problemlösungsstrategien stattfinden. Damit war er zugleich der erste Forscher, der einen kausalen Zusammenhang zwischen Schlafen und Lernen belegte. Dadurch ergibt sich eine hohe Relevanz auch für die Lernforschung.

Schlaf stärkt auch das Immunsystem
Schließlich untersucht Born auch die Gedächtnisbildung durch Schlaf in anderen organischen Systemen, so im metabolischen System und im Immunsystem.